Wie viel Krankengeld steht dir zu, wie lange läuft es, und was passiert nach 78 Wochen? Diese Übersicht fasst die Regeln für 2026 zusammen - mit Höchstbetrag, Abzügen und Bezugsdauer nach dem SGB V.
Eigenes Krankengeld mit KrankengeldHeld berechnenDie gesetzliche Krankenkasse zahlt 70 % des Bruttoarbeitsentgelts, höchstens jedoch 90 % des Nettoentgelts. Nach oben ist das Krankengeld gedeckelt, weil nur Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze zählt.
Richtwerte für das Brutto-Krankengeld vor Sozialabgaben (70-%-Regel, gedeckelt). Der 90-%-Netto-Deckel und die Beitragsabzüge senken den Auszahlbetrag zusätzlich.
| Bruttolohn / Monat | Krankengeld / Tag | Krankengeld / Monat |
|---|---|---|
| 2.000 € | 46,67 € | 1.400,00 € |
| 3.000 € | 70,00 € | 2.100,00 € |
| 4.000 € | 93,33 € | 2.800,00 € |
| 5.000 € | 116,67 € | 3.500,00 € |
| 5.812,50 € und mehr | 135,63 € | 4.068,90 € |
Krankengeld ist beitragspflichtig in der Sozialversicherung - die Beiträge mindern den Auszahlbetrag. Beiträge zur Krankenversicherung fallen während des Bezugs nicht an.
In Summe gehen rund 12-13 % als Beiträge ab. Das Netto-Krankengeld liegt also spürbar unter dem Bruttobetrag aus der Tabelle. Steuerfrei ist das Krankengeld zwar, es unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt (es erhöht den Steuersatz auf das übrige Einkommen).
Wegen derselben Krankheit gibt es Krankengeld für höchstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren. Da die ersten sechs Wochen in der Regel der Arbeitgeber als Entgeltfortzahlung übernimmt, bleiben meist rund 72 Wochen tatsächliches Krankengeld.
Ist die Höchstbezugsdauer erreicht, endet das Krankengeld - das nennt man Aussteuerung (§ 48 SGB V). Wer dann weiter arbeitsunfähig ist, prüft typischerweise Nahtlosigkeitsregelung (Arbeitslosengeld), Erwerbsminderungsrente oder Reha. Es lohnt sich, diesen Übergang einige Monate vorher vorzubereiten.